Kriegsenkel, das sind unter anderem die Generation der Babyboomer, geboren in den 60er Jahren und aufgewachsen in einer Gesellschaft mit Wohlstand und Vollbeschäftigung. Voraussetzungen, die im Grunde genommen ein relativ sorgenfreies Leben ermöglichen sollten.

Doch nicht für alle Kinder des zweiten Weltkrieges waren diese Voraussetzungen gleich. Viele hatten ihre Zuhause verloren, mussten ihr bis dahin gelebtes Leben aufgeben und irgendwo als Heimatvertriebene von vorne beginnen. Ohne wirkliche Perspektive. Das Einzige, das viele von ihnen mit sich trugen, war die Hoffnung.

Hoffnung auf Frieden, Hoffnung auf ein neues Leben. Hoffnung darauf, dass die Erinnerungen an die Schrecken des Krieges irgendwann verblassen würden.

Sie versuchten diese Erinnerungen tief in ihren Seelen zu vergraben und deckten sie zu mit Schweigen.